Crosslinking bei Keratokonus

Die Vernetzungsmethode Crosslinking wurde Ende der 90er Jahre an der Dresdner Universitätsaugenklinik entwickelt und hat seitdem tausenden von Menschen zu einer Stabilisierung ihrer Hornhaut geholfen.

Wenn sich Menschen mit Keratokonus bei prO-Optica in Flörsheim am Main vorstellen, dann werde ich auch immer wieder nach Crosslinking gefragt.

Doch was ist Crosslinking überhaupt und wie funktioniert es?

Crosslinking ist eine Vernetzungstechnik der Hornhaut

Es wird mit Hilfe von Riboflavin und UV-A-Licht das Kollagen in der Hornhaut vernetzt um so die Stabilität eben jener zu erhöhen. Das sorgt dafür, dass der Keratokonus sehr wahrscheinlich nicht schlechter wird. Leider gibt es dazu noch keine großangelegten Studien, ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass ich bisher keine Verschlechterung nach einem Crosslinking gesehen habe.

Des weiteren gibt es auch keine Alternativen zu dieser Behandlungsmethode bei Keratokonus. Andere operative Eingriffe wie z.B. Intacs und Cisis zielen vor allem auf die optische Qualität ab und dienen nicht der Stabilisierung der Hornhaut bei Keratokonus.

In meiner Zeit an der Uniklinik Frankfurt in der Hornhautsprechstunde habe ich sehr viele Fälle gesehen, die direkt eine Crosslinking Operation angestrebt haben. Im Anschluss daran hab ich diese Patienten dann mit speziellen Kontaktlinsen für Keratokonus versorgt. Eine Verschlechterung habe ich bei eben diesen Fällen persönlich nicht erlebt.

Gelegentlich kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie Haze und sehr sehr selten zu Narbenbildung. Diese Fälle stehen aber in keinem Verhältnis zu den positiven Auswirkungen des Crosslinking. Nämlich der Stabilisierung Ihrer empfindlichen Hornhaut bei Keratokonus.

Für wen ist das Crosslinking geeignet?

Ihr Augenarzt wird sie untersuchen und genau feststellen ob und welche Methode am besten für Sie geeignet ist. Es ist eine gewisse Dicke der Hornhaut notwendig, und auch das Krankheitsbild muss passen.

Das Crosslinking wird meistens ambulant durchgeführt und es ist keine Vollnarkose notwendig. Die Heilung verläuft rasch und in den meisten Fällen völlig problemlos. Der Operateur entfernt die oberste Schicht, das Epithel, von Ihrer Hornhaut. Nun kann das Vitamin A auch in die tieferen Schichten eindringen und Ihr Auge neu stabilisieren.

Formstabile Kontaktlinsen können Sie etwa 4 Monate nach der Operation wieder tragen. Meiner Meinung nach ist eine erneute Anpassung notwendig, da sich die Parameter Ihres Auges minimal geändert haben könnten.

Wenn Sie mehr Infos brauchen, zögern Sie nicht und schreiben mich an.

Gero Mayer

"Ich helfe Menschen zu Sehen". Dieses Motto lebe ich seit meinem ersten Tag Augenoptik vor über 10 Jahren und habe es dank meiner klinischen Arbeit in der Augenheilkunde der Uniklinik Frankfurt immer weiter verbessert. Nutzen Sie mein Wissen für Ihre Gesundheit. Ich bin für Sie da!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.